Javafarn Teil II: Mikroskopische Aufnahmen der Sporenkapseln und Sporen
26. Mai 2006, 16:54
Teil II:
Mikroskopische Aufnahmen der Sporenkapseln und Sporen von Microsorium pteropus:
Die bei den Aufnahmen im Makro-Modus der Digitalkamera
andeutungsweise erkennbaren feinen Strukturen der
Sporenkapseln zeigen erst unter dem Mikroskop ihre wahre
Schönheit.
In der Folge einige Bilder, die mit wechselnden Vergrößerungen
von 100 bis 400-facher (Sporen) Vergrößerung aufgenommen
wurden.
Die Sporenkapseln wurden vom Blatt gelöst, auf einen
Objektträger gebracht und dann ohne künstliche Lichtquelle
(die Mikroskopbeleuchtung blieb ausgeschaltet) bei hellem
Raumlicht (Tageslicht) aufgenommen.

In diesem Bildausschnitt wird ein ganzes Lager von
Sporenkapseln, wie es vom Blatt gelöst wurde, gezeigt. Eine Vielzahl
dieser Sporenkapseln bilden die schwarzbraunen Punkte an den Blattunterseiten
der Javafarnblätter.
Belichtungszeit: 10 Sekunden, Blende F 3,5, ISO 50,
automatischer Weissabgleich, 100-fache Vergrößerung, Kamera (alle Bilder) Canon Powershot A 620.
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Die Sporenkapsel im Auflicht seitlich liegend. Dass die Kapsel rund
ist kann man in dieser Darstellung kaum erkennen. Der Ring, der die Kapsel fast
vollständig umschliesst, ist die Schleudervorrichtung zum Abschuss der in der gelblichen
Tasche verborgenen Sporen.
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Zwei Sporenkapseln bei Durchlicht bei 100-facher
Vergrößerung.
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Unterschiedliche Entwicklungsstadien der Sporenkapseln – rechts oben eine Kapsel noch ohne reife Sporen, die
dunkelbraunen keulenförmigen Gebilde sind erst dabei sich zu
entwickeln.
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Zwei Sporenkapseln mit ihren Stielchen, die sie mit dem
Javafarn-Blatt verbinden.
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Dasselbe Motiv der Sporenkapsel-Ansammlung noch einmal mit
Blaufilter bei 100-facher Vergrößerung fotografiert – Geschmackssache, was besser gefällt.
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Eine Fotomontage aus zwei Bildern von Sporen bei 400-facher
Vergrößerung.

Sporenkapsel, die im Inneren die Sporen enthält.
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Die Möglichkeiten der Darstellungsqualität von Bildern einer Digital-Kamera mit hoher Pixelzahl
werden beschränkt durch die Qualität der Optiken vom Mikroskop
und der Kamera selber. Bei allen Bildern dieser Seiten handelt
es sich um Bildausschnitte aus Originalbildern, ganz einfach
deshalb, weil es bei den gängigen Bildschirmgrößen mühsam ist, ein
Bild mit 3.072 Pixeln Breite zu betrachten. Trotzdem einmal
zur Demonstration, was die Kamera ausgibt, ein entsprechend
großes Bild des vorangegangenen Motives (Sporenkapsel):
Dieses Bild vergrößern (3.072×2304 Pixel, 759 KB) ![]()

Das
Blatteil wurde vorsichtig abgetrocknet auf einen Objektträger gebracht und ohne
Deckglas fotografiert. Erst bei dieser Einstellung erkennt man, dass die Sporenkapseln
nahezu rund sind und fast zur Gänze von dem Schleuderring umgeben sind.
Als Highlight dieser interessanten Fotosession rund um das Thema Javafarn
konnte ich zufällig beobachten, wie bei einem letzten Blick durch das Mikroskop
die Sporenkapseln anfingen, ihre Sporen zu verschiessen. Ich vermute, dass die
Erwärmung durch die Mikroskopbeleuchtung diesen Effekt provoziert hat, eine
Art Popcorn-Effekt. Es dürfte
sich jedenfalls auch in der Natur bei voll ausgereiften Sporen so abspielen.
Bemerkenswert ist die ungeheure
Spannung und die Energie, die in diesem Vorgang erkennbar ist. Die ringartige Bänderung
am Rand der Sporenkapsel ist für den Schleudervorgang verantwortlich – dieser
Rand streckt sich und biegt sich wie bei einem Katapult nach hinten, um
dann im Bruchteil einer tausendstel Sekunde die Sporen zu schleudern und wieder
in die Ausgangsposition zurückzuklappen. Ich schätze mal, dass dieses Video
eine Premiere im Internet ist und noch nicht viele Aquariumfreunde oder
Biologen diesen Vorgang, der sich so im Verborgenen abspielt, beobachten konnten.
Video:
Abschuss von
Sporen aus der Sporenkapsel beim Javafarn Microsorium pteropus bei 100-facher
Vergrößerung. 2,6 MB, 28 Sekunden
Direktlink:
http://www.aquarium-kosmos.de/bilder/aufsaetze/videos/javafarn_sporen_abschuss.mpg
Den Modembesitzern ein Dankeschön, wenn sie die lange Ladezeit der Seite in kauf genommen haben – die Bilder sind es wert.
Kommentar
Sporen vom Javafarn (Microsorium pteropus) Sind dreißig Aquarien normal?