Leben unter der Aquarium-Abdeckung

10. Juli 2006, 02:00

Man könnte meinen, dass die Lebewelt im Aquarium mit dem Wasserspiegel keinen Lebensraum mehr findet. Tatsächlich ist auch der Bereich über und unterhalb der Querstreben, dem Filterauslauf und innerhalb der Abdeckung von allerlei tierischen und pflanzlichen Lebensformen besiedelt. Ein kleiner Mikrokosmos tut sich auf, wer den feuchten Algenbelag vom Untergrund abnimmt und einen Blick durchs Mikroskop wirft.

In mehreren Teilen werden in diesem Blog die Organismen, Moose und Algen über dem Wasserspiegel ‘unter die Lupe’ genommen und in einigen Bildern vorgestellt.
Teil I beschäftigt sich mit Algen und Lebewesen, die auf dem Leuchtbalken und unter der Abdeckung in fast jedem Aquarium vorkommen.

Grünalgen in verschiedenen Wuchs- und schleimigen Zerfallsstadien
Grünalgen in verschiedenen Wuchs- und schleimigen Zerfallsstadien.
Die Algen lassen sich leicht abwischen. Wenn sie eintrocknen, bilden sie schollenartige
Krusten, die grob abbröckeln, zum Teil aber auch recht hartnäckig haften und
ohne Reinigungsmittel schwer zu entfernen sind. Man kann den schleimigen Belag
abwischen und seinen Saugwelsen und Garnelen als Futter anbieten.

Das abgelöste Algengemisch bei näherer Betrachtung
Das abgelöste Algengemisch bei näherer Betrachtung

Einzellige Algen und Fadenalgen auf dem Leuchtbalken

Einzellige Grünalgen bilden hauptsächlich den Bewuchs
Einzellige Grünalgen bilden hauptsächlich den Bewuchs. Umgeben von einer schützenden Gallerthülle können diese Algen auch Austrocknung überstehen.

Ein Cyclops-Krebs (Raupenhüpferling Attheyella crassa) im Algenbewuchs auf Nahrungssuche Das Komplex-Auge des Krebses im Detail
Ein eitragendes Raupenhüpferling-Weibchen Eine Schnurgrünalge und einzellige Grünalgen
V.li.n.re.:
Ein Ruderfußkrebs (Raupenhüpferling Attheyella crassa) im Algenbewuchs auf Nahrungssuche
Das Komplex-Auge des Krebses im Detail
Ein eitragendes Raupenhüpferling-Weibchen
Eine Schnurgrünalge und einzellige Grünalgen


Raupenhüpferling bei schräger Beleuchtung; der rote Fleck am Kopf ist das Komplexauge.
Raupenhüpferling mit einer Größe von ca. 600 µm bei schräger Beleuchtung; der rote Fleck am Kopf ist das Komplexauge, das Naupliusauge, mit dem sich der Krebs nach dem Licht orientieren kann, am ‘Hinterkopf’ schwach erkennbar.
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Typisch für Cyclops-Verwandte: Eisäcke, die am Hinterkörper aussen getragen werden.
Typisch für Cyclops-Verwandte: Eisäcke, die am Hinterkörper aussen getragen werden.
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Ein eitragendes Weibchen des Raupenhüpferlings in unsauberer Dunkelfeld-Aufnahme.
Ein eitragendes Weibchen des Raupenhüpferlings in unsauberer Dunkelfeld-Aufnahme.
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Ein eitragendes Weibchen des Raupenhüpferlings in Dunkelfeld-Aufnahme.
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Eiballen eines Raupenhüpferlings im Detail
Eiballen eines Raupenhüpferlings im Detail

Die Kopfpartie des Raupenhüpferlings mit den beiden Antennen (Furcaäste)
Die Kopfpartie des Raupenhüpferlings mit den beiden Antennen (Furcaäste)

Raupenhüpferling bei schräger Beleuchtung
... und noch einmal der Raupenhüpferling bei schräger Beleuchtung. Dieser quirlige Räuber hält kaum einmal still.




Kommentar

  1. Hallo,finde es echt toll mal solche aufnahmen zu sehen,ist ein anderer blickwinkel von dem man das Aquarim sieht und sehr intressant gemacht!!! viel glück und spass noch bei deinem schönen hobby


    Markus    28. April 2007, 23:13    #